Jürgen Röhrig

Heilpraktiker (Psychotherapie)
in Paderborn und Marsberg

Jürgen Röhrig - Heilpraktiker (Psychotherapie) in Paderborn und Marsberg


  • Lebens- und Persönlichkeitskrisen
  • Paar- und Familientherapie
  • Entwicklungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen
  • Angstzustände und Panikerleben
  • Depressionen, Migräne, Sexualstörungen, Hauterkrankungen, Allergien, Essstörungen und alle anderen psychosomatischen Erkrankungen

parallax background

Auf den Spuren zum Selbst


Beobachten Sie auch manchmal ganz bewusst ihre Mitmenschen? Fragen Sie sich dann auch, welche Lebensgeschichten, welches Schicksal sich wohl hinter ihrem Gesichtsausdruck, hinter ihrer Haltung verbergen mögen?

Wenn ich durch die Stadt spaziere oder in einem Cafe sitze, sehe ich mir oft die Menschen, die an mir vorüberziehen, sehr genau an und versuche die Einzigartigkeit eines Jeden zu entdecken.

Ich sehe Körper, die in Bewegung sind und Gesichter, die geprägt sind durch ihre Vergangenheit.

Fast keine Krankheit ist unheilbar

Wir haben in der Untersuchung nichts bei ihnen gefunden oder wir können ihnen nicht helfen, aber wir schreiben ihnen ein Medikament auf zur Linderung der Beschwerden. So oder ähnlich sind die Antworten der Mediziner, wenn die wissenschaftlichen Begründungen zur Krankheit fehlen. Viele haben das schon mal gehört, denn ein großer Teil aller Erkrankungen ist psychosomatischer Natur. Die Psyche schiebt ihre ungelösten Probleme in den Körper, so dass dieser mit einer Erkrankung reagiert. Körper und Psyche sind in ständiger wechselseitiger Information miteinander, so verbessert oder verschlechtert sich das Krankheitsbild je nach Befindlichkeit.
Die Heilfürsorge der Schulmedizin in unserem Land ist sicher gut und sie hat sich bis ins Detail spezialisiert, genau das ist aber auch das Problem! Der Mensch wird zunehmend in seiner Ganzheit immer weniger wahrgenommen und das Ergebnis sind dann leider zweifelhafte und überflüssige Behandlungen oder sogar Operationen.
Dem Patienten kann man hierfür sicher nicht die Schuld zuweisen, wenn er erkrankt, wendet er sich vertrauensvoll an seinen Arzt. Der Patient kann auch die Diagnose und die Behandlung nicht in Frage stellen, ist er doch unwissend und muss dem Arzt vertrauen. Dem Patienten kann auch nicht bewusst werden, in wie weit er selber der Schöpfer seiner Krankheiten ist.
In der Psychosomatik, wo die Psyche der Auslöser für die körperlichen Krankheiten ist, wird nur ein ausreichendes, ganzheitliches Verständnis es ermöglichen, den auslösenden Faktoren der Krankheit auf die Spur zu kommen. Da dies aber im Normalfall nicht erfolgt, gibt es eine unvorstellbare große Anzahl von sinnlosen und erfolglosen Bemühungen, Heilung erreichen zu wollen.
Richtigerweise richtet sich die Schulmedizin in ihrer Heilfürsorge nach wissenschaftlich begründeten Erkenntnissen, die es aber in der Psychosomatik nicht wirklich gibt. So gibt es auch keine fundierte Diagnostik, eher eine viel zu schnelle Bereitschaft psychosomatische Erkrankungen als unheilbar einzustufen.

Bei den psychischen Erkrankungen ist eine umfassende, ganzheitliche Betrachtungsweise des Patienten, eine absolute Voraussetzung, um wirkliche Heilung zu erreichen. Eine Diagnose ist ansonsten schnell eine Fehldiagnose, und wenn dann noch an Stelle einer fundierten Therapie die falschen Medikamente eingesetzt werden, bleibt Heilung aus oder die Therapie kann für den Menschen der Hilfe sucht, in einer Katastrophe enden. Ein Beispiel: Ein ehemaliger 50-jahriger Patient, der ein ganz normales Leben führte, nahm durch seinen großen Liebeskummer bedingt, die Hilfe einer LWL in Anspruch, zuerst kam ein stationärer Aufenthalt für mehrere Monate, später dann eine ambulante Versorgung, wobei der Patient wieder zu seiner Mutter zog, um von ihr versorgt zu werden. Er hatte so intensive Ängste entwickelt, dass er sich handlungsunfähig fühlte und sich nichts mehr zutraute. Er war in der LWL als schwerbehindert eingestuft worden und er sollte berentet werden. Einige Monate später bekam er dann von Amtswegen eine Betreuung zugesprochen, seine ehemalige Wohnung wurde aufgelöst und er wurde in einer Wohneinrichtung untergebracht.
Am Anfang stand der Wunsch des Patienten an die LWL, seinen Liebeskummer loszuwerden. Diese benötigte dann ein gutes Jahr, um aus ihm ein menschliches Wrack zu machen. Der Behandler der LWL hatte keine ausreichenden Kenntnisse über den Patienten, es wurde eine Fehldiagnose gestellt, dadurch auch falsche Medikamente verordnet und entsprechende wirkungslose Gespräche geführt.
Die schlechte Entwicklung während der Behandlung wurde bemerkt und wieder nicht richtig interpretiert. Mit dem Patienten zusammen habe ich darum den Behandler der LWL aufgesucht, ihn auf den schlechten Zustand des Patienten aufmerksam gemacht und ihn gebeten, bitte seine Diagnose zu überprüfen. Zuvor hatte der Patient sich bereits mehrfach selber darüber beschwert, dass es ihm immer schlechter gehe. Die LWL ignorierte die Beschwerden des Patienten genauso, wie die Bitte, die Diagnose zu überprüfen, und es wurde nichts geändert.
Daraufhin habe ich meinem ehemaligen Patienten angeboten von der LWL weg und die Therapie bei mir zu machen. Dies wollte er auch gerne, aber die Nebenwirkungen seiner Medikamente, seine Ängste, seine Abhängigkeit von der LWL waren so groß, dass trotz aller Bemühungen er nicht die Kraft hatte, das Angebot anzunehmen.
Nur dadurch, dass ich den Patienten gut kenne und ausreichend fachlich geschult bin, war es möglich, diese menschenverachtende Arbeitsweise zu verstehen. Im Normalfall kann eine Fehlbehandlung in einer LWL nicht bemerkt werden, niemand stellt Diagnose und Behandlung in Frage und selbst wenn, wer soll dann das schuldhafte Verhalten beweisen. Wie ich aus Erfahrung weiß, ist dies Beispiel meines ehemaligen Patienten, leider auch kein Einzelfall. Es macht mich zutiefst betroffen, das so etwas heute noch möglich ist, das diese Tat strafrechtlich relevant ist, aber unbemerkt und ungesühnt bleibt und infolge dessen, die notwendigen Veränderungen in der LWL ausbleiben werden. Der Behandler der LWL hat maßgeblich über das zukünftige Leben eines Patienten bestimmt, er hat ihn dort abgestellt, wo er heute ist, keine Möglichkeit mehr auf ein selbstbestimmtes Leben zu haben.
Jeder Hilfesuchende vertraut dem Behandler und seinen therapeutischen Maßnahmen, er hat in seiner Unwissenheit keine andere Wahl. Seine Erwartung auf Heilung ist für jeden Behandler sicher eine Herausforderung, die nicht nur ein notwendiges Fachwissen, sondern insbesondere ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein fordert. Da wäre es wünschenswert, dass eine ausreichende, ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen selbstverständlich ist, denn sie ist die verlässliche Grundlage, die krankheitsauslösenden Faktoren zu verstehen, die richtigen therapeutischen Maßnahmen zu bestimmen, und die erreichten Veränderungen bewerten zu können.
In Wirklichkeit ist es aber so, dass durch die Spezialisierungen, die vermehrte Vergabe von Psychopharmaka und weiteren Einsparungen, der Patient immer weniger ganzheitlich betrachtet werden kann. So entstehen längere Krankheitsverläufe und somit mehr Menschen die krank sind. Bei den psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, wo gehäuft Medikamente als Therapieersatz benutzt werden, könnten diese auch nur am Anfang einer Behandlung eingesetzt werden, so lange bis durch eine ganzheitliche Betrachtungsweise klar geworden ist, was die Krankheit ausgelöst hat und die therapeutischen Maßnahmen Wirkung zeigen. Krankheiten, die eine andauernde Behandlung erfordern, wo trotz aller Bemühungen keine Heilung erfolgt, tragen den Verdacht in sich, von psychosomatischer Natur zu sein. Wenn diesem Verdacht nachgegangen wird, eine ganzheitliche Betrachtungsweise diesen auch bestätigt und die therapeutischen Maßnahmen kurzfristig Wirkung zeigen, kann der Betroffene das zuerst nicht glauben, es erscheint ihm eher wie ein Wunder.

Wo die Behandlungsversuche in der Annahme enden, dass die Krankheit unheilbar ist, wird dies von dem betroffenen Menschen auch gutgläubig übernommen und er verliert Hoffnung und Glauben an eine Heilung und er bleibt krank, obwohl Heilung bei ausreichender Betrachtung möglich gewesen wäre. Ist fehlende ganzheitliche Betrachtungsweise in der Behandlung, eine gewollte Lücke in unserem Gesundheitssystem oder gibt es einfach nur zu wenig geschulte Behandler?
Wenn ich in meiner psychotherapeutischen Arbeit nach den ersten klärenden Gesprächen einer Therapie zustimme und die Patienten auch noch gut mitarbeiten, sind die Erfolgsaussichten, unabhängig von der Schwere der Erkrankung, sehr gut.

Heilpraktiker (Psychotherapie) seit 1994

 

Ich freue mich auf Ihren Anruf